Seit der Einführung von Microsofts Betriebssystem Windows 7 ist einige Zeit vergangen. Am 22. Oktober 2009 ersetzte das aktuelle Betriebssystem der Redmonder Softwareentwickler das alte Windows Vista. Die neue Version erschien nur zweieinhalb Jahre nach dem bei vielen Nutzern unpopulären Vista, am 30. Januar 2007. Im Folgenden sollen die Betriebssysteme miteinander verglichen werden.

Boot-Vorgang und Ressourcenverbrauch

Bereits beim Booten (Hochfahren) offenbaren sich offensichtliche Unterschiede zwischen den Systemen. Windows 7 startet erheblich schneller als seine Vorgänger Vista und XP. Außerdem wurde dem Boot-Screen eine optische Überarbeitung zu Teil. Während des Ladens der Systeminformationen begleitet den Benutzer nun eine Animation des Windows-Logos.
Zahlreiche Benchmark-Tests dokumentieren, dass Vista auch nach dem Hochfahren weit ressourcenhungriger ist als Windows 7. Zwar verlangt Vista nach offiziellen Angaben nur 0,8 GHz Prozessortakt (und somit 0,2 GHz weniger als Windows 7), um flüssig zu laufen. Jedoch zeigt sich in der Praxis, dass Windows 7 alltägliche Aufgaben schneller absolviert. Selbiges gilt auch für die offiziellen Angaben zur Belastung des Arbeitsspeichers. In der Praxis ist Windows 7 deutlich schlanker und eignet sich beispielsweise eher zum Betrieb eines Netbooks. Während Vista 15 GB an Festplattenspeicher belegt, benötigt Windows 7 mindestens 20 GB. Beide Systeme erfordern eine Grafikkarte, die zur Darstellung des Grafik-Standards DX9 fähig ist.

Unterschiede zwischen den Benutzeroberflächen

Die Gestaltung der Taskleiste ist wohl die auffälligste Neuerung gegenüber Windows Vista. Erstmals seit Windows 95 wurden grundlegende Änderungen vorgenommen, die der Benutzerfreundlichkeit dienen sollen. Statt der bisher verwendeten Tabs, sind in der Taskleiste nun Icons zu finden. Sie dienen dem Starten und Schließen der verknüpfen Programme bzw. Dateipfade, sowie dem Wechsel zwischen den Fenstern. Die Icons liefern darüber hinaus Thumbnails, wenn die Maus auf sie gerichtet wird. Ein Rechtsklick ermöglicht einen Zugriff auf häufig verwendete Funktionen innerhalb der Programme. Der Start-Button wurde aus ästhetischen Überlegungen auf die Höhe der Taskleite angepasst.
Der bereits bekannte Aero-Effekt ist weiterhin verfügbar. Die Sidebar hingegen wurde ersatzlos entfernt. Gadgets werden unter Windows 7 frei auf dem Desktop platziert.
Grafische Neuerungen finden sich auch in den Bordmitteln Paint und WordPad. Beide erhalten unter Windows 7 eine Menüleiste wie sie aus der Office 2007 Suite bekannt ist.
Ebenfalls umgestaltet wurde die Systemsteuerung. Unter Windows 7 wurde sie zum Zwecke einer intuitiveren Bedienung um einige Funktionen reduziert. Beispielsweise sind die Sicherheitsoptionen nun kein eigenständiger Menüpunkt mehr, sondern im Wartungscenter zu finden.

Andere Unterschiede

Die Benutzerkontenverwaltung erfuhr ebenfalls eine Überarbeitung. Die Änderung vereinfacht die Regulierung der Information des Benutzers über Systemveränderungen. Wo unter Vista noch einige Submenüs zu finden waren, werden dieselben Einstellungen unter Windows 7 mit Hilfe eines Schiebereglers gehandhabt.
Neu ist auch ein interner Bluetooth-Client. Er gestaltet die Datenübertragung über diesen Weg übersichtlicher und macht die Installation externer Software überflüssig. Bei der Installation des Betriebssystems ist im Gegensatz zu Windows Vista nun der Internet Explorer in der Version 8 statt 7 vorhanden.
Eine letzte Neuerung dürfte vor allem für diejenigen interessant sein, die intensiv Notebooks nutzen. Seit Windows 7 werden Multitouch-Gesten unterstützt. So kann durch das Auseinanderziehen zweier Finger auf dem Touchpad Schrift oder die Größe der Icons verändert werden. Die Multitouch-Funktion erleichtert außerdem die Darstellung von handschriftlichen Dateneingaben sowie die Erstellung von Zeichnungen.

Foto: WaD - Fotolia

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